Mannheimer Promenadenfest

Eine gute Zeit am Rhein

| 28 Feedback

Das 2. Mannheimer Promenadenfest liegt hinter uns: Was lief gut, was könnte einfacher oder besser gemacht werden?

Um beim nächsten Mal noch besser zu werden, freuen wir uns über Feedback „in Windstärke 12“! So können wir mit- und voneinander lernen.

In die nachstehende Liste sind auch die Anregungen aus dem Nachbereitungstreffen imm Juni 2017 eingegangen. Eingehende Rückmeldungen sortieren wir nach dem Prinzip „Start – Stop – Continue“ (die Liste wird fortlaufend ergänzt):

> Start

  1. Die Essensversorgung war grundsätzlich gut, kann für ein Familienfest freilich noch ergänzt werden – ohne auf ein billiges Wurst & Pommes-Niveau zu gehen. Denkbar sind qualitativ wertvolle, allerdings einfachere Speisen zu günstigen Preisen; denkbar ist auch, mit einem Picknick-Korb-Angebot eine gute Alternative zu schaffen.
  2. Aufwand senken, Einnahmen steigern: Kosten von ca. 4.300 Euro (für Erste-Hilfe, Müllentsorgung, Plakate, Genehmigungen, Technik, …) stehen Einnahmen von ca. 3.700 Euro (Standbetreiberbeiträge, ein Sponsor) gegenüber. Aktionsanbieter und Festbesucher stärker einbinden bei überschaubaren Aufgaben: Einladungen verteilen, …
  3. Einladung / Kommunikation erleichtern: 6.000 Papier-Einladungen zu verteilen ist zeit- und kostenaufwändig, besser Anzahl der E-Mail-Einladungen steigern
  4. Alle Standbetreiber und Aktionsanbieter darauf hinweise, dass sie bei Sonnenwetter pro Person mindestens drei Liter Wasser zum Trinken dabei haben sollten.
  5. Weitere Essensangebote für Familien ermöglichen – preislich angemessen und kurze Wartezeiten.
  6. Mit Wimpelkette, Attraktion (Feuerwehr-Fahrzeug, …) auf Aktivitäten auf dem Gelände des Kanuclub Mannheim (entferntester Ausläufer des Promenadenfestes) hinweisen.
  7. Verpflegungsgutscheine für Akteure einführen, damit Standbetreiber einen Überblick gewinnen, wer berechtigt einen Nachlass erhalten soll.
  8. Veranstaltungskonzept auf Besucherverhalten ausrichten: Mittagessens- und Kaffee & Kuchen-Besucher
  9. Putzdienst für WCs klarer vereinbaren und Umsetzung überprüfen
  10. Angebote von Speisen und Getränken sowie deren Standort-Verteilung besser planen; Standbetreiber darauf festlegen (2017 gab es Missverständnisse → keine Getränke am Ruder-Club)
  11. Haltverbot / Zebrastreifen an Straße zwischen Jugendherberge und Rheinwiesen einrichten, um Festbesuchern den Übergang zu erleichtern

■ Stop

  1. Die Stadtverwaltung hat dadurch für Irritationen gesorgt, dass sie Flächen gleichzeitig an Stadtevents (als Veranstalter des Promenadenfestes) und an Standbetreiber des „Tages der Artenvielfalt“ vergeben hat. Auch wenn die Stände inhaltlich zusammengepasst haben, hat die Stadtverwaltung unterschiedliche „Spielregeln“ billigend in Kauf genommen: Die Stände des „Tages der Artenvielfalt“ wurden indirekt mit Steuermitteln gefördert, alle anderen mussten mit eigenen Mitteln zum Fest beitragen. Klar, es kann und darf auch den Mitarbeitern einer öffentlichen Verwaltung passieren, dass sie eine Entscheidung treffen, die inkonsistent ist und im Widerspruch zur Gemeindeordnung steht. Für die Zukunft wollen wir daraus lernen, um solche Fehler abzustellen.
  2. Einzelne Stände haben vor Veranstaltungsende um 17:00 Uhr abgebaut. Vorzeitiger Standabbau ist zu stoppen, um Unfallrisiken zu verringern und vorzeitige Aufbruchsstimmung zu vermeiden.
    Im Bereich Jugendherberge haben sich einzelne Jugendherbergs-Gäste auch nach Festende bei den Ständen bewegt. Zukünftig wollen wir absperren, um Jugendherbergs-Gäste und abbauende Standbetreiber voneinander fernzuhalten. Das macht’s für alle leichter und sicherer.
  3. Aktionsanbieter und Standbetreiber dabei unterstützen / beraten, dass sie ihr Angebot optimieren – hinsichtlich ihrer Kommunikationsziele, der erreichbaren Zielgruppen und die Formate, die zum Promenadenfest passen.
  4. Kommunikation zwischen Projektleitung Kinderprogramm und Projektleitung Gesamtveranstaltung war aufwändig, auch weil die verschiedenen Beteiligten unterschiedliche Ziele verfolgen: buntes Kinderprogramm, Geld für die Deckung der Kosten einnehmen, Sicherheit und Sauberkeit, inhaltliche Themen, … Zukünftig braucht es eine Lösung, die die Abstimmungsprozesse in der Vorbereitung und beim Fest leichter gestaltet.

>> Continue

  1. Alle, die das Promenadenfest gestaltet haben (von Standbetreibern über Aktionsanbieter bis zu jeder Besucherin und jedem Besucher), haben vorbildlich für Sauberkeit gesorgt: Nach dem Fest waren die Rheinwiesen sauberer als vorher. Diese gelebte Nachhaltigkeit soll auch in Zukunft bleiben.
  2. Die Veranstaltungszeit hat von 10:30 bis 17:00 Uhr hat sich bewährt – auch, wenn einzelne Menschen erst zum Festende kamen. Weil der Abbau am Sonntagabend bis 20:00 Uhr erledigt war, findet er – anders als bei anderen Veranstaltungen – gelassen und umsichtig statt. Das schont Nerven und Umwelt (denn: die meisten Schäden bei Veranstaltingen entstehen bei hektischem Abbau…).
  3. Bewährt hat sich, den Behörden alle Informationen auf einer Webseite zur Verfügung zu stellen – auch wenn Details in der Zusammenarbeit klärungsbedürftig sind.
  4. Gut war, jedem Standbetreiber und  Aktionsanbieter ein Erste-Hilfe-Päckchen (Spende Christophorus-Apotheke) zur Verfügung stellen. Das entlastet die DLRG-Erste Hilfe von Bagatellfällen und macht deutlich, dass jeder bei einem kleinen Wehwehchen helfen kann.
  5. Konstruktive Menschen weiterhin ihr Fest mitgestalten lassen (= nicht alles vorgeben); zeigen, dass es mehr gibt als wir auf den ersten Blick wahrnehmen.
  6. Weiterhin einfach-auffällige Plakate eine Woche vor dem Fest hängen, hat sich bewährt – auch, wenn einzelne Standorte zu überdenken sind (an der Otto-Selz-Straße wurden etliche Plakate abgerissen).
  7. Die Position der Aktionsanbieter auf den Rheinwiesen war optimal, weil die Besucher die Angebote schnell überblicken konnten.

Ergänzungen bitte als Kommentar (unten) oder als → E-Mail an Jens Flammann.

Mannheimer Promenadenfest im → „Mannheimer Morgen“ und → „Lindenhof aktuell“ (Beitrag in „Neckarau-Almenhof Nachrichten“ soll in Kürze erscheinen.)